Trittdrohung

Ein gehobenes oder nach hinten gestrecktes Hinterbein als Warnung. Meist Abwehr oder das Schaffen von Abstand.

Trittdrohung: Ein gehobenes oder nach hinten gestrecktes Hinterbein als Warnung. Meist Abwehr oder das Schaffen von Abstand.
Lies die Kombination und den Kontext. Lies dieses Signal immer zusammen mit dem Rest des Körpers und der Situation.

Was du siehst

Das Pferd hebt ein Hinterbein, stampft oder streckt das Bein nach hinten, ohne zu treffen, oft mit angelegten Ohren und der Hinterhand zum Ziel gedreht.

Was es bedeuten kann

  • Abstand schaffen zu einem anderen Pferd oder zu etwas im hinteren Bereich.
  • Abwehr bei Unbehagen, zum Beispiel bei Fliegen, Berührung empfindlicher Stellen oder Schmerz.
  • Schreck bei einer unerwarteten Berührung von hinten.

Was das nicht beweist

Eine Trittdrohung beweist keinen bösartigen Charakter. Es ist meist eine Warnung, die um Raum bittet. Treten zum Bauch oder bei Berührung kann eine Reaktion auf Schmerz sein.

Lies die Kombination und den Kontext

Schau, ob das Pferd auf etwas hinter sich, auf ein anderes Pferd oder auf Berührung einer bestimmten Stelle reagiert. Wiederholtes Drohen zum eigenen Bauch kann mit Bauchschmerzen zusammenhaengen.

Wann du Hilfe suchen solltest

Neue oder wiederholte Trittdrohungen bei Berührung, Putzen oder Gürten sollten auf Schmerz untersucht werden. Arbeite aus Sicherheitsgründen mit einer erfahrenen Begleitperson.

Dieser Bereich hilft dir zu beobachten; er stellt keine Diagnose. Verhalten allein beweist keine Schmerzen oder Krankheit. Neue oder deutliche Schmerzzeichen und unerklärte Verhaltensänderungen sollten von einem Tierarzt beurteilt werden.

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Quellen: McDonnell, S. (2003), University of Pennsylvania School of Veterinary Medicine (New Bolton Center) · World Horse Welfare.